Der Wald als Lebensraum

In einem Wald stehen viele hohe Bäume. Es wachsen aber auch Sträucher, Blumen, Farne, Moose und Pilze im Wald. Der Wald bietet Lebensraum für sehr viele, verschiedenartige Tiere. Es gibt verschiedene Wälder - Nadelwälder, hier findest du nur Nadelbäume, Laubwälder - logisch - lauter Laubbäume oder Mischwälder mit Laub- und Nadelbäumen. Ausserdem gibt es die Regenwälder, das sind immergrüne Wälder in den tropischen Bereichen der Erde.
Der Wald ist für die Natur sehr wichtig, Er spielt eine große Rolle im Wasserhaushalt. Aber auch der Mensch nutzt den Wald in vielfältiger Weise.
Wir alle wissen von Waldspaziergängen her, daß der Wald nicht nur aus hohen Bäumen besteht sondern auch aus vielerlei anderen Pflanzen, sie alle bilden die Schichten des Waldes.

Schichten des Waldes

Die hohen Bäume geben dem Wald das Aussehen und bestimmen seine Zusammensetzung, ihre Kronen bilden die oberste Schicht des Waldes.
Junge, nachwachsende Bäume und Sträucher bleiben erheblich niedriger; sie werden unter dem Begriff Strauchschicht zusammengefasst. In der Strauchschicht findest du Haselstrauch, Weißdorn, Heckenrose, Heckenkirsche, Holunder oder die Schlehe.
Darunter, wieder eine Stufe tiefer, finden wir die vielen krautigen Pflanzen, wie die Farne und Pilze, die Krautschicht. Hier wachsen beispielsweise Maiglöckchen, Veilchen, Schlüsselblumen, Einbeere aber auch Zwergsträucher wie Heidelbeere und Preiselbeere. Auch die aufrechten Farnarten und die gestielten Hutpilze gehören zur Krautschicht.
Moose liegen auf dem Waldboden auf, sie sind also flächig ausgebreitet.
Die Strauch-, Kraut- und die Moosschicht fasst man unter dem Begriff Unterwuchs zusammen.
Doch nicht nur Bäume und Pflanzen findest du im Lebensraum Wald, er bietet Schutz und Nahrung für eine Vielzahl an Tieren.

 
Suchliste für einen Waldspaziergang
Aufgaben Bäume Sträucher Blumen Tiere
Namen aufschreiben . . . .
Teile sammeln Blätter, Rinde, Früchte ungiftige Früchte . z. B. Federn
Zeichnungen anfertigen Wuchsform Fruchtstand Form und Farbe der Blüte .
Notizen machen Verwendung des Holzes Verwendung der Früchte Beschreibung des Standortes Hinweise auf Vorkommen
 
In früherer Zeit wurden große Waldflächen abgeholzt, um Ackerland und Weideflächen zu gewinnen. Die geschlagenen Bäume verwendeten die Menschen zum Heizen und zum Hausbau.
Später haben die Menschen den Waldbestand verkleinert, oftmals gedankenlos.
Heute wissen wir, welche große Bedeutung der Wald für das Gleichgewicht der Natur und für den Menschen hat.

Regeln für richtiges Verhalten im Wald

  • Keine Zweige abbrechen!
    Wenn jeder Waldbesucher das täte, würde an den Bäumen und Sträuchern bald großer Schaden entstehen.
  • Kein Dickicht betreten!
    Hier haben Kleintiere und seltene Pflanzen ihren Lebensraum, der schnell zerstört werden kann. Deshalb ist das Betreten des Dickichts unter 2 Meter Höhe nicht erlaubt.
  • Keinen Lärm machen!
    Nicht unnütz rufen. Die Tiere sollen nicht gestört werden. Außerdem, wer Krach macht, hört selbst nichts. Kein Summen winziger Tiere, nicht das Rauschen der Blätter, das Gezwitscher der Vögel.
  • Nichts zertreten!
    Weder Disteln, noch Brennnesselgestrüpp. Auf das, was wir im Garten nicht haben wollen, sind in freier Natur viele Tiere angewiesen.
  • Keine Baumstämme anritzen!
    Jeder Schnitt in die Rinde ist eine Wunde. Das Harz, das an ihr austritt, lockt Insekten an. Schmarotzerpilze können sich darin festsetzen. Der Baum kann dadurch in seinem Wachstum behindert werden.
  • Keine Tiere anfassen!
    Bei Jungtieren besteht die Gefahr, dass die Mutter-oder Elterntiere erschreckt durch den Menschengeruch ihre Kinder nicht mehr annehmen. Bei zutraulicheren erwachsenen Tieren ist große Vorsicht geboten: Tollwut-Gefahr!
  • Nichts verändern!
    Im Wald dürfen weder Pflanzen mit der Wurzel ausgegraben, noch fremde Pflanzen eingesetzt werden!
  • Kein Feuer machen!
    Direkt im Wald ist das Anzünden eines Feuer strikt verboten .Es darf von März bis Oktober hier nicht geraucht werden.
  • Falls du ein Picknick gemacht hast - nimm alle deine Reste wie Tüten, Flaschen, Abfall wieder mit nach Hause und entsorge sie dort!
  • Blumen und Pflanzen, die nicht unter Naturschutz stehen, darfst du natürlich pflücken - aber nur ganz wenige, also nur ein kleines Sträusschen. Alles, was am Boden so rumliegt, wie z. B. Tannenzapfen darf ohne Einschränkung gesammelt werden.
nach oben

Der Wald schützt, nützt und bietet Erholung

Der Wald war für den Menschen und die Natur schon immer sehr wichtig. Ursprünglich versorgte er sie mit Nahrung, Brennholz, Werk- und Baustoffen, lieferte Futter für ihre Haustiere. Ohne Wald gab es kein Sesshaftwerden, das heißt, es entstanden keine Dörfer oder Siedlungen. Die ersten Hütten, Pflüge oder Haushaltsgeräte aus Holz entstanden etwa 10.000 bis 500 Jahre v. Chr.
Die Wälder waren riesig, daher musste der Mensch sich auch keine Gedanken machen, wenn er beispielsweise für ein mittelgroßes Kriegsschiff 4000 Eichen fällte.
Doch mit der Zeit wurde der Waldbestand immer kleiner und es kam zu einer großen Holznot. Seit etwa 200 Jahren gibt es eine geregelte Forstwirtschaft - Bäume, die gefällt werden, müssen durch Anpflanzung von neuen Bäumen ersetzt werden.
Denn der Wald erfüllt viele Funktionen, so dient er auch als Windschutz, ist wichtig für das Klima (=Wetter), den Bodenschutz, den Wasserhaushalt und nicht zuletzt für die Erholung der Menschen.
Die Luft im Inneren eines Waldes ist viel sauberer als in der Umgebung. Die Baumkronen mit ihren Nadeln oder Blättern wirken wie ein Kamm oder Filter, die Schmutz aus der Luft herausfiltern. Im Wald gibt es auch weniger Wind ,Der Wald und der Wind
so dass sich die Staubteilchen rasch am Boden ablagern. Auch die hohe Luftfeuchtigkeit ist ein Grund dafür, dass die Waldluft so rein ist. Dazu kommt noch der aromatische Duft der Bäume, Blumen und Pflanzen des Waldes.
Im Wald ist es es angenehm ruhig - der Wald wirkt als Lärmfilter. Die Schallwellen werden durch die Blätter, Zweige und Nadeln der Bäume und Sträucher des Waldes zerstreut, im Innern des Waldes ist es ganz still.
Dies alles kannst du bei einem Spaziergang im Wald geniessen und dich dabei wunderbar erholen.
Der Wald speichert das Wasser für die Pflanzen, Tiere und die Menschen. Die Niederschläge werden von der Bodenschicht des Waldes mit ihren Moospolstern aufgesaugt, gespeichert und langsam an das Grundwasser abgegeben.
In den Bergen ist der Wald ein natürlicher Schutz vor Lawinen.
Dort, wo der Wald abgeholzt wurde, kann der Wind die Erde ungehindert wegwehen, Wasser verdunstet viel schneller und so kann aus einer fruchtbaren Landschaft erst eine unfruchtbare Steppe und schließlich Wüste werden.
Du siehst also, der Wald schützt uns vor Sturm, Lawinen, Erdrutschen und Lärm. Er bietet Lebensraum für viele Tiere und Pflanzenarten und dient dem Menschen zur Erholung.
Nun bist du sicher fit in Sachen Wald als Schutz und kannst dieses Arbeitblatt richtig ausfüllen.

nach oben
 



Bannertausch für Kinderseiten