Weizen Gerste
Hafer Roggen
 

Unser Getreide

Schon vor 8000 Jahre begannen die Menschen damit, Getreide anzubauen. Sie nahmen ganz bestimmte Grassamen, säten diese aus und pflegten die Sprösslinge. Im Laufe der Zeit wurden die Körner durch Auslese immer größer und es entstanden verschiedene Getreidesorten. Heute kommen bei uns am häufigsten Weizen, Gerste, Hafer und Roggen vor. Aber auch Reis, Mais und Hirse zählen zu den Getreidesorten. Man braucht Getreide um Brot herzustellen oder als Viehfutter. Getreide ist der wichtigste Grundstoff für Lebensmittel.
Aus den Getreidestengeln, dem Stroh flicht man Körbe, legt die Viehställe damit aus oder deckt Dächer damit ab.
Blätter und Halme werden in Silos gelagert und feucht gehalten. Nach einige Zeit sind sie zu Viehfutter - Silage - geworden.

Weizen

Wie alle anderen Getreidearten gehört auch der Weizen zur Pflanzenfamilie der Gräser. Weizen ist die wichtigste Kulturpflanze für die Ernährung der Menschheit. Der Weizen gehört zu den Gräsern, die der Mensch als erstes für sich benutzte - man sagt dazu auch "kultivierte". Bis heute werden mehrere hundert Sorten von Weizen gezüchtet, Weizen gedeiht in warmen Klimagebieten aber auch noch ganz im Norden.
Bei den Weizensorten unterscheidet man zwischen Hartweizen und Weichweizen.
Aus Hartweizen wird Brotmehl gemahlen, auch Spaghetti und sonstige Nudeln werden meist aus Hartweizen hergestellt.
Der Weichweizen wird zu Haushaltsmehl vermahlen, er wird zu Gebäck und Kuchen verarbeitet.

So sieht Weizen auf den Feldern aus, kurz bevor er geerntet wird:
Weizenähren Die Ähren (= Blüten) des Weizens haben keine oder nur kurze Grannen. Die Weizenkörner sind von rötlicher Farbe, sie sind dick und kurz. Querschnitt durch ein Weizenkorn.

Und so sieht ein Weizenkorn aus, wenn du es aufschneidest.
Die feinen, gelblichen "Härchen", die oben wegstehen,
sind ein Überrest der Blüte.
Die Haut, die das Weizenkorn umgibt, dient dem Schutz.
Sie ist hart und sehr fest mit dem Samen verbunden.
Der große, gelbliche Teil in der Mitte des Korn ist der Mehlkörper -
hieraus wird später das Mehl gewonnen. Und schließlich ganz unten, dieser braune Wurm -
das ist der Keimling, also die "Babypflanze" aus der nach dem Aussäen die neue Pflanze wächst.

 
 

Hafer

Hafer kennt jeder - es gibt Haferflocken und vor allem ist er ein tolles Pferdefutter. Diese Getreideart wächst vor allem im nördlichen, gemäßigtem Klimagebiet, also beispielsweise bei uns in Deutschland.
Hafer ist für die Ernährung der Menschen nicht ganz so wichtig wie der Weizen. Hauptsächlich wird er als Futtermittel für Tiere und hier vor allem für Pferde verwendet.

Hier siehst du eine Haferrispe, darunter einen Teller mit Haferbrei.
Der Hafer besitzt lange, dünne Körner. Die Körner sitzen einzeln an
der Rispe und sie besitzen keine Grannen.

 
 

Gerste

Die Gerste wird wahrscheinlich schon genauso lange angebaut wie der Weizen. Auch bei der Gerste gibt es verschiedene Sorten. Aus der in Europa angebauten Gerste gewinnt man vor allem Malz. Malz wird in großen Mengen beim Bierbrauen gebraucht. Aber auch als Viehfutter wird die Gerste gerne verwendet, vor allem für Schweine und Hühner.

Hier siehst du eine Gerstenähre und darunter das Haupterzeugnis aus Gerste, ein Glas Bier.
Die Ähre der Gerste besitzt sehr lange Grannen, Daran kannst sie auf dem Feld gut erkennen. Fahre einmal mit den Fingern eine solche Granne entlang, das fühlt sich an wie Schmiergelpapier, ganz rauh.
Die Körner der Gerste sind dick und spitz.

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Roggen

Der Roggen stammt aus Südosteuropa und Kleinasien und ist die "härteste" aller Getreidearden. Roggen wächst nur auf schlechten Böden gut und in Gebirgsregionen. Zudem macht ihm Trockenheit nicht viel aus. In Europa wird aus Roggenmehl vor allem Schwarzbrot und Vollkornbrot gebacken. Außerdem wird aus dem Korn eine bestimmte Malzsorte gewonnen, die man zur Herstellung von einigen Whiskyarten (das ist ein scharfer Schnaps) braucht.

Hier siehst du eine Roggenähre und einen Laib Brot.
Die Körner des Roggens sind länglich und grau.
Die Ähre besitzt lange Grannen.